Seite 4 Leseprobe 2

Als Darwin 1859 seine Evolutionstheorie darlegte, war dies ein Bruch mit allen früheren Theorien auf diesem Gebiet. Die von Darwin begründete Evolutionstheorie ist die natürliche Stammes- und Entstehungsgeschichte der Organismen und ihrer Entwicklung zu der heutigen Vielfalt. Die Lebewesen entwickelten sich aus einfachen und wenig differenzierten Formen durch Veränderung des Erbmaterials, Selektion und Mutationen, die für den Fortbestand und die Anpassung an die Umwelt notwendig waren, zu den heutigen zum Teil sehr komplizierten und breit gegliederten Geschöpfen. Dieser Prozess erstreckte sich über sehr lange Zeiträume, unter Umständen Jahrmillionen.

Mit dieser Theorie stellte Darwin einige entscheidende Pfeiler und Glaubenselemente des Christlichen Dogmas in Frage.

Ein wichtiger Punkt ist der Glaube an die Unveränderlichkeit der Welt. Es wurde ja von Seiten der Kirche behauptet, die Welt habe sich seit der Schöpfung nicht wesentlich verändert. Außerdem sei sie erst vor relativ kurzer Zeit erschaffen worden und sie sei aus einem Schöpfungsakt hervorgegangen. Bei dem letzten Punkt gibt es Unterschiede. Die orthodoxen Christen glaubten nur an einen Schöpfungsakt, einige andere Gruppen der Christen ließen mehrere Schöpfungsakte zu; entweder aller Pflanzen und Lebewesen oder aller Arten.

Die Welt, so wurde behauptet, sei von einem weisen und gütigen Schöpfer geplant und alles sei von ihm erdacht. So heißt es auch in der Bibel im ersten Buch Mose, 1. Kapitel: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer; und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht…"

Besonders wichtig ist der Glaube an die einzigartige Stellung des Menschen in der Schöpfung. Der Mensch stehe im Mittelpunkt der Welt im Unterschied zu den Tieren habe er eine Seele und die Tiere nicht. Nach ihrer Auffassung konnte es keinen Übergang vom Tier zum Menschen geben. Auch dies ist in der Bibel festgeschrieben Vers 27. "Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn…"

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